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Wehrli restaurierte Lampenschirme vom Orient-Experss

Im Luxuszug von Paris nach Konstantinopel

Von 1890 bis 1977 bestand eine direkte Zugverbindung von Paris nach Konstantinopel, dem heutigen Istanbul. Bis 1950 war es möglich, diese Reise im speziell ausgestatteten Luxuszug zu erleben.
Ein Kunde von Wehrli Licht kaufte mehrere Original-Zugabteile dieser Luxuswaggons und liess diese restaurieren. Wehrli Licht restaurierte die Lampenschirme.

Zahlreiche adlige und berühmte Persönlichkeiten waren Fahrgäste im Orient-Express gewesen. Ob Könige, Maharadschas oder Papst Pius XII, um nur einige wenige zu nennen, sie alle kamen in den Genuss des opulent ausgestatteten Zuges. Darum bekam er auch den Übernahmen “Zug der Könige”. Abgesehen von adligen Personen waren auch Künstler, Politiker und deren Ratgeber oftmals Gäste im Zug.

Wehrli Licht wurde hinzugezogen, um die Lampenschirme des Orient-Express zu restaurieren und wenn nicht möglich, diese so Originalgetreu nachzubauen wie möglich. Zuerst waren es Öl-Lampen und Kerzen, die den Zug erhellten, später wurden die Leuchten elektrifiziert.

Hier im Speisewagen sind die Tischleuchten neben zwei Kerzen schon mit einer Glühbirne versehen.

Der Erste Weltkrieg unterbrach mit seinen Fronten den Zuglauf und der Betrieb des Orient-Express musste eingestellt werden. Als Ersatz und bewusste Konkurrenz wurde ein Balkanzug zwischen Berlin und Konstantinopel eingeführt. Dabei wurden auch Teile vom beschlagnahmten, früheren Wagen vom Orient-Express eingesetzt. Der Balkanzug führte durch das militärisch besetzte Serbien und verband so alle vier verbündeten Mittelmächte. Dieser Zug führte auch eine normale, zweite Wagenklasse und normale Sitzwagen. Mit dem Ausscheiden Bulgariens aus dem Weltkrieg verkehrte der Balkanzug am 15. Oktober 1918 zum letzten Mal.

Original Konstruktionszeichnungen der Leuchtenfüsse, welche der Kunde brachte.

Mit Ausbruch des Zweiten Weltkriegs wurden der durchgehende Orient-Express über Süddeutschland und der Arlberg-Orient-Express über das damals deutsche Österreich eingestellt. Der Orient-Express fuhr noch bis Mai 1940 auf der Strecke München–Bukarest, für Reisende aus der Schweiz gab es einen Kurswagen aus Zürich. Bis April 1941 verblieb er noch auf dem Abschnitt Lausanne–Istanbul. Ab April 1941 – ein genaues Datum ist nicht bekannt – musste nach Beginn des Balkanfeldzug den Simplon-Orient-Express auch auf seinem restlichen Laufweg einstellen.

Die Gestelle der Lampenschirme wurden originalgetreu nachgebaut und von Wehrli Licht mit hochwertiger Seide überzogen. Die Metallfüsse der Leuchten wurde poliert und die Kabel wenn nötig erneuert.
So kann der Auftraggeber die Abteile des Orient-Express ausstellen und dieses Stück Geschichte verewigen.

Der Lampenschirm ersetzte die Kerzen.